Italienischer Wein

Bei der Geschichte des Weinanbaus spielt italienischer Wein eine entscheidende Rolle. So genossen bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. erstklassige italienische Weine ihr Ansehen. Auch davor existierten bereits italienische Weine und nach Schätzungen beläuft sich der damalige Konsum auf 1,8 Millionen Hektoliter. Im Mittelalter wurde der Wein nun eher als ein Element des Selbstversorgers gewichtet, wobei die Qualität der Quantität sichtlich überlegen war.
Der italienische Wein wird zudem in Qualitätswein und Tafelwein aufgeteilt. Der italienische Qualitätswein ist hierbei eine internationale Bezeichnung für italienische Weine mit einer höheren Qualität, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen müssen. Als Beispiel ist der IGT-Wein (Indicazione Geografica Tipica), der mit dem französischen Vin de Pays vergleichbar ist. Der Tafelwein (Vino da Tavola) ist hierbei eine Bezeichnung für italienische Weine der untersten Qualitätskategorie, die auch keiner besonderen Qualitätsprüfungen unterliegen müssen.

Der Anteil der italienischen Weine auf dem Niveau der Qualitätsweine beträgt ca. 20 % im Vergleich zu Frankreich mit ca. 50 %. Die höherwertigen italienischen Weine werden mit einer DOC- (Denominazione di origine controllata) oder DOCG-Klassifizierung versehen. Hierbei ist die DOCG-Stufe (Denominazione di origine controllata e garantita) die höchste amtliche Qualitätsstufe. Einige Winzer wollen sich dieses System jedoch nicht unterwerfen lassen und so kann es auch mal vorkommen, dass ein gewöhnlicher Vino de Tavola (Tafelwein) eine bessere Qualität hat als ein DOC-Wein. In Italien sind italienische Tafelweine sowohl auch IGT-Weine alltägliche italienische Tischweine und jederzeit akzeptabel.
Desweiteren gibt es natürlich auch Bioweine und es ist in Italien auch generell verboten, bei italienischen Weinen eine Chaptalisation durchzuführen. Eine Chaptalisation ist das Anreichern von Weinen mit Zucker um einen höheren Alkoholgehalt zu erzielen und Defiziten in der Weinernte auszugleichen.
Erwähnenswert sind außerdem die Rebsorten aus Italien, die für einige Spitzenweine bekannt sind, bei Rotweinen wie Weißweinen. Allein in Italien werden über 1000 Weinsorten angebaut.

 

 

 

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