Der Eiswein ist eine hochwertige, edel süße Weinsorte und Spezialität häufig als Weißwein. Es verfügt einen einzigartigen aromatischen Geschmack und es wird aus Weintrauben hergestellt, die nicht zur üblichen Erntezeit geerntet werden. Der Eiswein besitzt einen niedrigen Alkoholgehalt und eine hohe Konzentration aus Süße und Säure, was ihn deshalb besonders haltbar macht. Bei der Herstellung von Eiswein müssen die Trauben überreifen und bei –7° geerntet werden. So kristallisiert sich das Wasser, das eigentlich in den Weintrauben enthalten ist. Übrig bleibt das Zucker der Traube, das die Fruchtsäure und das nicht kristallisierte Wasser bindet. Charakteristisch ist die frische Säure bei diesem Wein bekannt. Außerdem werden bei der Herstellung von Eiswein nur gesunde Weintrauben benutzt. In der Regel wird der Eiswein auch nur aus weißen Weintrauben gewonnen. Damit die Weintrauben nicht auftauen, muss die Lesung in den frühen Morgenstunden bei Kälte, Dunkelheit und per Handarbeit erfolgen. Die Weintrauben werden per Hand vorsichtig und langsam im gefrorenen Zustand ausgepresst und aus den gefrorenen Trauben wird beim Pressen das Konzentrat ausgepresst, damit alle extraktreichen und zuckerreichen Inhaltstoffe beinhaltet. Dieser komplexe und aufwändige Vorgang dauert meist mehrere Stunden an und die Erntemenge beträgt einen Bruchteil der herkömmlichen Weine, was auch den hohen Preis von Eiswein erklärt. Es muss zudem ständig beim Abpressen überprüft werden, wie sich das Mostgewicht, also der Zuckergehalt verändert. Es besteht die Gefahr bzw. das Risiko, dass aufgrund des starken Zuckergehalts und der zwangsläufig niedrigen Temperaturen keine alkoholische Gärung erfolgt, was somit bedeutet, dass kein Eiswein hergestellt werden kann. Deutschland und Österreich galten für lange Zeit als die einzigen Länder, die Eiswein herstellen, was auf die klimatischen Bedingungen zurück zu führen ist. Jedoch entwickelte sich im Laufe der Zeit Kanada zum größten Eiswein Hersteller. Der Eiswein erreicht außerdem seine optimale Reife erst nach drei bis fünf Jahren.