Biowein

Der Biowein wird durch den ökologischen Anbau gewonnen. Die Ziele des Anbaus beruhen sich darauf, den natürlichen Befruchtungsboden zu steigern und zu erhalten. Dabei werden alle synthetischen und chemischen Spritz- und Düngermittel verboten und nicht gestattet. Der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen ist in der Herstellung von Biowein ebenfalls strengstens untersagt. Um den Anbau zu schützen verwenden die Winzer dabei natürliche Bekämpfungsmittel wie z.B. Kupfer und Schwefel in geregelten Maximalmengen. Mit der Zeit werden die Pflanzen im biologischen Anbau widerständiger gegen Krankheiten wie z.B. Pilzkrankheiten. Weiterhin gelten im Keller strenge Richtlinien. So darf die Maische für Biowein maximal auf 40° erwärmt werden. Außerdem dürfen zum Stabilisieren, Gären oder Schönen keine umstrittenen Mittel wie z.B. Metaweinsäure eingesetzt werden. Zudem wird der Schwefelgehalt besonders geprüft. So wurde der Schwefelgehalt von der deutschen und schweizerischen Lebensmittelverordnung um die Hälfte reduziert. Vor allem Allergiker wären im Vorteil, da wie erwähnt der Wein weniger stark geschwefelt wird.
Experten meinen, dass Bioweine aus dem Ausland bevorzugt werden, besonders die Bioweine aus Spanien, Italien, Südafrika, Chile, Deutschland sowie Argentinien haben eine immer größere Nachfrage und Bedeutung von Biowein.
Allerdings sollte der Verbraucher auch wissen, dass die Qualität der Bioweine nicht selbstverständlich besser ist als der normalen Rotwein oder Weißwein. Vielmehr ist die Weinqualität von den entsprechenden Maßnahmen wie z.B. die Selektion bei der Ernte abhängig und entscheidend, egal ob Biowein oder nicht.
Nichts desto trotz wird die Bedeutung und Nachfrage nach Biowein immer bedeutender. Das Verbraucherinteresse entwickelt sich stetig und setzt absehbare Zukunftschancen von Biowein. Letztendlich bleibt es allein dem Konsumenten überlassen, ob er sich für den „normalen“ Wein oder den Biowein entscheidet.